Wie entsteht ein Gewitter?
Für mich gibt es kaum ein Wetterereignis, das so beeindruckend ist wie ein Gewitter. Blitze, Donner, Regen und manchmal sogar Hagel, innerhalb kürzester Zeit wirkt der Himmel komplett verändert. Aber wie kommt dieses Naturschauspiel überhaupt zustande?
Gewitter bilden sich meist an warmen Tagen. Die feuchtwarme Luft in Bodennähe wird durch die Sonne stark aufgeheizt, steigt nach oben und kühlt dabei wieder ab. Der Wasserdampf kondensiert und erst entstehen kleine Quellwolken. Wenn genug Energie dahintersteckt, wachsen diese Wolken zu riesigen, typisch hoch aufragenden Gewitterwolken heran, den sogenannten Kumulonimbus-Wolken.
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Dort drin geht es richtig turbulent zu, starke Auf- und Abwinde wirbeln Wassertröpfchen, Eiskristalle und Hagelkörner durcheinander. Durch die ständigen Zusammenstöße trennen sich elektrische Ladungen, oben wird die Wolke positiv, unten negativ. Sobald der Unterschied groß genug ist, entlädt sich die Spannung als Blitz. Der kann in der Wolke bleiben, zu einer anderen Wolke springen oder zur Erde einschlagen. Die Luft um den Blitzkanal erhitzt sich schlagartig auf mehrere tausend Grad und dehnt sich explosionsartig aus, das hören wir dann als Donner.
Zu einem Gewitter gehören oft noch mehr Begleiterscheinungen wie etwa kräftiger Regen, Sturmböen oder auch mal Hagel. Besonders im Sommer treten solche Wärmegewitter häufig auf. Sie sind meist lokal beschränkt, können aber trotzdem ziemlich heftig sein und oft genauso schnell wieder verschwinden.
Zusammenfassung
- Gewitter entstehen meist aus feuchtwarmer Luft, die stark aufsteigt.
- Beim Aufsteigen kühlt die Luft ab, es bilden sich Quell- und später Gewitterwolken.
- In der Wolke trennen sich elektrische Ladungen, das führt zu Blitzen.
- Der Blitz erzeugt Donner durch schnelle Luftausdehnung.
- Gewitter bringen oft Starkregen, Wind und Hagel mit sich.
- Sie sind lokal begrenzt, aber können sehr heftig sein.
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