Was ist eine Konvergenzlinie?
Konvergenzlinien sind unsichtbare, aber sehr wetteraktive Bereiche in der Atmosphäre, an denen Luft aus unterschiedlichen Richtungen zusammenströmt. Gerade im Sommer spielen sie eine wichtige Rolle, weil sie oft der Auslöser für Wolkenbildung und kräftige Gewitter sind.
Bei einer Konvergenz treffen Winde aus unterschiedlichen Richtungen aufeinander. Sie wird durch die orange Linie dargestellt. Wie an einer Perlenschnur bilden sich an Konvergenzen teils heftige Gewitter.
Unter Konvergenz versteht man das horizontale Zusammenströmen von Luft. Treffen zwei Luftströmungen, zum Beispiel Ost- und Westwinde oder auch Böenlinien, aufeinander, wird die Luft gezwungen, aufzusteigen. Dieser vertikale Impuls kann schnell dafür sorgen, dass Wolken entstehen oder sich sogar kräftige Gewitterzellen entwickeln.
- ANZEIGE -
Konvergenzlinien treten typischerweise bei schwachem großräumigen Wind und starker Sonneneinstrahlung auf. Besonders im Flachland bilden sie sich durch lokale Windsysteme, etwa durch aufsteigende Warmluft an Hängen oder die aufgeheizte Luft über Städten. Auch Fronten können Konvergenzlinien verstärken oder begleiten.
Auf dem Radar erkennt man sie häufig als schmale, lineare Strukturen, an denen sich Schauer oder Gewitter entwickeln. Ihre genaue Lage lässt sich nur schwer vorhersagen, aber sie sind ein entscheidender Baustein, wenn es darum geht, lokale Wetterentwicklungen richtig einzuschätzen.
Zusammenfassung
- Konvergenzlinie = Zusammenströmen von Luftmassen.
- Zwingt Luft zum Aufsteigen → Wolken- & Gewitterbildung.
- Entsteht durch unterschiedliche Windsysteme (z. B. Talwinde, Seewinde).
- Oft lokal begrenzt, schwer vorhersagbar.
- Besonders wichtig bei sommerlicher Gewitterlage .
- ANZEIGE -