Was ist eine Superzelle?
Wenn der Himmel plötzlich düster wird, Blitze durch die Wolken schießen und es kräftig zu regnen beginnt, steckt nicht immer ein normales Gewitter dahinter. Besonders heftig und gefährlich sind sogenannte Superzellen, eine besondere Form des Gewitters, die enorme Kraft entwickeln kann.
Superzellen gehören zu den komplexesten und gefährlichsten Gewittertypen überhaupt. Im Unterschied zu gewöhnlichen Gewitterzellen halten sie deutlich länger durch, sind viel besser organisiert und besitzen einen rotierenden Aufwindbereich, den sogenannten Mesozyklon. Diese Rotation entsteht, wenn der Wind mit der Höhe seine Richtung und Geschwindigkeit ändert, also bei starker Windscherung. Genau dieses rotierende Aufwindsystem macht eine Superzelle so besonders und so gefährlich.
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Solche Gewitter können richtig extreme Bedingungen mitbringen wie Hagelkörner größer als 5 cm, Böen mit Orkanstärke von weit über 120 km/h, sintflutartige Regenfälle oder sogar Erscheinungen, die Tornados ähneln. Besonders heimtückisch ist, dass Superzellen über mehrere Stunden aktiv bleiben und dabei Strecken von mehr als 100 Kilometern zurücklegen können.
Superzellen entstehen vor allem dann, wenn die Atmosphäre sehr instabil ist, also wenn am Boden heiße, feuchte Luft liegt und darüber kalte Luft in der Höhe. Sie sind schwer vorherzusagen und stellen Meteorologen wie auch den Katastrophenschutz vor große Herausforderungen.
Zusammenfassung
- Superzellen sind rotierende, langlebige Gewitterzellen mit hoher Energie.
- Sie zeichnen sich durch eine Mesozyklone (rotierender Aufwind) aus.
- Mögliche Folgen: Hagel, Orkanböen, Starkregen, Tornados.
- Entstehen bei starker Instabilität und Windscherung.
- Sind schwer vorhersagbar, aber sehr gefährlich.
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