Sinn und Unsinn einer Warnkarte
„Schon wieder Warnstufe Rot – und wieder ist nichts passiert!“ Solche Kommentare tauchen ständig auf, sobald neue Unwetter-Warnkarten veröffentlicht werden. Doch ist das wirklich Panikmache, oder steckt mehr dahinter? Ich möchte einmal erklären, warum es diese Warnfarben überhaupt gibt und wo viele Missverständnisse entstehen.
Unsere Warnkarten sollen in erster Linie frühzeitig informieren. Sie zeigen an, wo es bei einer bestimmten Wetterlage heftig werden könnte und nicht, wo es sicher passieren wird. Die Farben Gelb, Orange, Rot und Violett stehen deshalb für ein mögliches Risiko, nicht für eine feste Zusage, dass genau dort etwas passiert.
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Das liegt vor allem daran, dass Gewitter lokal auftreten. Während es in einem Ort innerhalb kürzester Zeit wie aus Eimern schüttet, kann es im Nachbarort gleichzeitig trocken und sonnig sein. Trotz immer besserer Modelle sind solche punktgenauen Entwicklungen nicht exakt vorherzusagen. Erst wenn eine einzelne Gewitterzelle wirklich entstanden ist, lässt sie sich genauer analysieren und kurzfristig verfolgen.
Warnkarten sollen also keine Angst machen, sondern als Orientierung dienen. Sie helfen dabei, sich rechtzeitig vorzubereiten, sei es, lose Gegenstände zu sichern oder geplante Aktivitäten im Freien nochmal zu überdenken. Kurz gesagt sollen Warnkarten informieren und nicht verunsichern.
Zusammenfassung
- Warnkarten zeigen mögliche Risikogebiete, keine fixen Vorhersagen für gewisse Regionen.
- Gewitter sind örtlich begrenzt, was und wo passiert, weiß man oft erst kurzfristig.
- Es ist kein Fehler, wenn in deinem Ort trotz Warnung „nichts passiert“.
- Vorwarnung bedeutet Chance, sich zu schützen, nicht Panik auszulösen.
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