Wenn es blitzt und donnert, dauert es oft nur Sekunden, bis die genaue Einschlagsstelle bekannt ist. Möglich macht das ein cleveres System aus Sensoren und vernetzten Daten.

Der Blitzortungsdienst | www.unwetterportal.com

Blitzortungsdienste erfassen elektrische Entladungen in der Atmosphäre mit speziellen Empfangsgeräten, den sogenannten Sensoren. Diese Sensoren stehen weltweit verteilt und registrieren die elektromagnetischen Wellen, die bei einem Blitzeinschlag entstehen. Trifft ein Blitz auf, nehmen mehrere Sensoren gleichzeitig dasselbe Signal auf. Ein zentrales System berechnet dann aus der Laufzeit der Signale den exakten Ort und die genaue Zeit des Einschlags.

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Dieses Verfahren, bekannt als Time of Arrival (ToA) oder Direction Finding (DF), ermöglicht eine sehr präzise Ortung, oft bis auf wenige hundert Meter genau. Die Ergebnisse werden in Echtzeit auf Karten dargestellt, zum Beispiel bei Diensten wie Blitzortung.org, und stehen Meteorologen, Medien oder Stormchasern zur Verfügung.

Blitzortungsdaten sind nicht nur spannend, sondern auch wichtig für Sicherheitsdienste, den Katastrophenschutz sowie für den Betrieb von Flughäfen oder Stromnetzen. Viele Gewitterwarnungen basieren ebenfalls auf diesen Messwerten.

Zusammenfassung

  • Sensoren registrieren elektromagnetische Impulse bei Blitzen.
  • Ortung über Zeitmessung (ToA) oder Richtungsbestimmung (DF).
  • Hohe Genauigkeit durch Auswertung mehrerer Empfangsstationen.
  • Daten werden in Echtzeit auf Karten dargestellt.
  • Wichtige Grundlage für Warnsysteme und Sicherheitsmaßnahmen.

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