Was ist ein Downburst?
Gewitter bringen meist Blitz, Donner und Regen, doch manchmal steckt darin auch eine unsichtbare, sehr plötzlich auftretende Gefahr, der Downburst. Dieses seltene, aber heftige Phänomen kann in Sekunden schwere Sturmböen auslösen und massive Schäden verursachen, ganz ohne die typische Rotation eines Tornados. Was genau passiert und warum ein Downburst so gefährlich ist, möchte ich hier erklären.
Ein Downburst entsteht, wenn in einem Gewitter kalte Luftmassen abrupt nach unten stürzen. Das passiert oft durch Verdunstungskälte in stark abkühlenden Regenschauern oder durch das Abschmelzen von Hagel in höheren Wolkenschichten. Die Luft verliert dabei rasch an Temperatur, wird schwerer und sinkt schließlich regelrecht in die Tiefe.
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Trifft diese kalte, schwere Luft am Boden auf, breitet sie sich explosionsartig in alle Richtungen aus. Die dabei entstehenden Windgeschwindigkeiten können Orkanstärke deutlich übertreffen und kommen häufig völlig unerwartet.
Besonders gefährlich wird ein Downburst für die Luftfahrt. Wenn ein Flugzeug beim Start oder bei der Landung plötzlich in solche Windschwankungen gerät, kann das fatale Folgen haben. Aber auch am Boden bleibt dieses Phänomen nicht ohne Wirkung, umgestürzte Bäume, beschädigte Häuser und Stromausfälle sind typische Folgen.
Zusammenfassung
- Ein Downburst ist ein starker Fallwind aus einer Gewitterwolke.
- Die Luft stürzt nach unten und breitet sich am Boden explosionsartig aus.
- Windgeschwindigkeiten können über 150 km/h erreichen.
- Es gibt Microbursts (kleinräumige) und Macrobursts (großflächiger).
- Besonders gefährlich für Flugzeuge und in urbanen Gebieten.
- Keine Rotation wie beim Tornado, daher oft schwer zu erkennen.
- Schäden können lokal sehr heftig sein.
- Frühwarnung ist schwierig, Beobachtung der Gewitterentwicklung hilft.
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